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Kontoauszüge auswerten: Einnahmen, Ausgaben und Geldflüsse verstehen

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Wer seine Kontoauszüge auswertet, sieht, woher das Geld kommt, wohin es fließt und was am Ende übrig bleibt. Sie müssen dafür keine Buchungen manuell erfassen: Der CSV-Export Ihrer Bank genügt.

Was bringt es, Kontoauszüge auszuwerten?

Auf dem Konto steht jede Zahlung einzeln. Erst zusammengefasst wird daraus eine Antwort auf die Fragen, die zählen: Wie viel nehme ich im Jahr ein? Welche Bereiche beanspruchen den größten Teil davon? Und wie viel bleibt übrig?

Strata ist ein Werkzeug, um Ihre Geldflüsse zu verstehen – rückblickend, aus den Buchungen, die ohnehin auf Ihren Konten stehen. Es ist kein Haushaltsbuch: Sie planen damit keine Budgets und tragen keine Buchungen von Hand ein. Sie importieren Ihre Kontoauszüge, Strata ordnet sie automatisch ein, und Sie sehen, wohin Ihr Geld fließt.

Dieser Artikel zeigt das an einem Beispieljahr und erklärt, worauf es beim Zählen ankommt, damit die Summen am Ende stimmen.

Stand: November 2026. Alle Namen und Beträge im Beispiel sind erfunden.

Das Beispieljahr 2025

Das folgende Beispiel zeigt die Finanzen eines fiktiven Haushalts im Jahr 2025. Dieselben Zahlen zeigt Strata, wenn Sie dort im Beispiel das Jahr 2025 wählen.

Jahr 2025Betrag
Einnahmen48.424,00 €
− Ausgaben35.889,28 €
− Überträge auf eigene Konten1.000,00 €
= Übrig11.534,72 €

So entsteht „Übrig“: Von den Einnahmen ziehen Sie die Ausgaben und die separat ausgewiesenen Überträge auf eigene Konten ab. So sehen Sie, welcher Betrag auf den ausgewerteten Konten übrig bleibt.

Das ist kein vollständiger Vermögenszuwachs. Konten, die Sie nicht importiert haben, fehlen in der Rechnung, und Geld, das in einen Sparplan fließt, zählt als Ausgabe (mehr dazu unten).

Möchten Sie sehen, wohin Ihr Geld fließt? Öffnen Sie Strata mit dem Beispieljahr 2025 und probieren Sie die Auswertung aus – ohne Registrierung.

Beispiel in Strata öffnen

1. Kontoauszüge als CSV exportieren

Die PDF-Kontoauszüge aus dem Postfach Ihrer Bank eignen sich dafür nicht, denn Strata liest sie nicht. Sie brauchen den CSV-Export Ihrer Umsätze. Sie finden ihn im Online-Banking meist in der Umsatzanzeige des Kontos. Wählen Sie dort einen möglichst langen Zeitraum.

Strata liest die CSV-Exporte von DKB, ING, Sparkasse, Volksbank, comdirect und Commerzbank. Bei der Sparkasse wählen Sie das Format CSV-CAMT. Noch nicht gebuchte Umsätze bleiben außen vor.

Haben Sie mehrere Konten, exportieren Sie jedes davon. Sie können alle Dateien auf einmal wählen, auch von verschiedenen Banken, und sehen dann eine gemeinsame Übersicht.

Ihre Bank ist nicht dabei? Dann schreiben Sie Ihre Buchungen in eine eigene CSV-Datei. Die Seite beschreibt das Format und bietet dafür eine Vorlage an.

2. Einnahmen und Ausgaben verstehen: das Sankey-Diagramm

Ein Sankey-Diagramm macht sichtbar, wohin Ihr Geld fließt. Es zeigt, wie sich Ihre Einnahmen auf die verschiedenen Ausgabenkategorien verteilen. Breite Ströme stehen für große Beträge. So erkennen Sie sofort, welche Bereiche den größten Teil Ihres Geldes beanspruchen.

Sankey-Diagramm des Beispieljahrs 2025: 47.700 € Gehalt, 640 € vom Staat und 84 € sonstige Einnahmen fließen über die Konten in 15 Ausgabenkategorien, angeführt von Wohnen & Kredit mit 17.400 €; 11.535 € bleiben übrig.
Das Beispieljahr 2025 in Strata: links die Einnahmen, in der Mitte die Konten, rechts die Ausgabenkategorien und unten, was übrig bleibt. Ein Klick auf eine Kategorie schlüsselt sie nach Empfängern auf, bei den Einnahmen nach Absendern.

Die Umsätze werden dafür in Kategorien eingeordnet. Die fünf größten Ausgaben des Beispieljahrs:

KategorieBetrag
Wohnen & Kredit17.400,00 €
Lebensmittel5.254,00 €
Sparen & Anlegen3.600,00 €
Kinder & Bildung2.160,00 €
Reisen1.960,00 €

Wohnen und Kredit beanspruchen mehr als ein Drittel der Einnahmen. Öffnen Sie eine Kategorie, sehen Sie, wohin das Geld im Einzelnen ging: bei den Lebensmitteln zum Beispiel 1.727,00 € an REWE und 1.335,00 € an EDEKA.

Sparen zählt hier als Ausgabe. Geld, das Sie auf ein Depot oder einen ETF-Sparplan überweisen, steht bei den Ausgaben – im Beispiel der Sparplan mit 3.600,00 €. Das Geld ist damit nicht verbraucht, es hat lediglich Ihr Girokonto verlassen. „Übrig“ ist also nicht alles, was in diesem Jahr gespart wurde.

3. Worauf es beim Zählen ankommt

Wer einfach alle Buchungen zusammenzählt, erhält schnell ein verzerrtes Bild. Vier Fälle machen den Unterschied:

Überträge zwischen eigenen Konten. Geld, das Sie auf Ihr eigenes Tagesgeldkonto überweisen, ist keine Ausgabe. Sind beide Konten geladen, verschwindet der Übertrag aus der Auswertung. Ist nur eines geladen, steht er unter „Eigene Konten“, im Beispiel mit 1.000,00 €.

Erstattungen. Eine Rücksendung mindert, was Sie ausgegeben haben, und ist keine Einnahme. Im Beispiel stehen bei Amazon 729,00 € an Bestellungen einer Erstattung von 30,00 € gegenüber. Als Ausgabe zählen 699,00 €.

Zahlungen vom Arbeitgeber. Spesen und Boni tragen oft nur eine Referenznummer. Strata zählt deshalb alles, was ein Arbeitgeber überweist, zum Einkommen aus Arbeit, im Beispiel 47.700,00 €. Als Arbeitgeber gilt, wer Ihnen mindestens einmal Lohn oder Gehalt überwiesen hat. Strata entscheidet dabei nach dem Absender und unterscheidet nicht zwischen Gehalt, Bonus und Kostenerstattung. Erstattete Spesen erhöhen also die Einnahmen, obwohl ihnen eine Ausgabe gegenübersteht.

Doppelte Buchungen. Wenn sich zwei Exporte zeitlich überschneiden, zählt dieselbe Buchung nur einmal. Als dieselbe Buchung gilt eine Zeile, die in Konto, Tag, Betrag, Gegenseite und Verwendungszweck übereinstimmt. Zwei gleiche Buchungen innerhalb eines Exports zählen dagegen beide – etwa zwei gleiche Einkäufe am selben Tag.

Bei PayPal-Zahlungen versucht Strata außerdem, den eigentlichen Händler aus dem Verwendungszweck zu erkennen. Gelingt das nicht, bleibt es bei PayPal.

4. Datenschutz: Ihre Kontoauszüge bleiben im Browser

Kontoauszüge verraten viel: wo Sie wohnen, wo Sie arbeiten, wofür Sie Geld ausgeben. Deshalb gilt:

Ihre Kontoauszüge verlassen Ihren Browser nicht. Die CSV-Dateien werden lokal verarbeitet und nicht an einen Server übertragen. Gespeichert werden sie auch nicht. Es ist weder ein Benutzerkonto noch eine Registrierung erforderlich. Wenn Sie die Seite neu laden, müssen Sie Ihre Dateien erneut auswählen.

Mehr dazu steht in der Datenschutzerklärung.

Was Strata zeigt – und was nicht

Strata zeigt das Sankey-Diagramm, für jeden Monat und jedes Jahr Einnahmen, Ausgaben und Saldo, den zuletzt von Ihrer Bank gemeldeten Kontostand und die Empfänger und Absender innerhalb jeder Kategorie.

So entstehen die Kategorien. Strata ordnet jede Buchung anhand der Gegenseite und des Verwendungszwecks zu: Es sucht darin nach festen Stichwörtern wie „Miete“, „REWE“ oder „Versicherung“. Eine weitergehende Intelligenz steckt nicht dahinter. Bei vielen regelmäßigen Zahlungen funktioniert das gut. Bei ungewöhnlichen Buchungstexten kann eine Zuordnung jedoch ungenau sein. Was Strata nicht erkennt, landet unter „Sonstiges“ oder „Sonstige Einnahmen“.

Nicht dabei sind:

  • Budgets und Prognosen. Strata blickt auf das zurück, was gebucht wurde. Es ist kein Haushaltsplaner.
  • Eine Auswertung für die Steuer. Buchungen werden nicht steuerlich eingeordnet.
  • Eine direkte Verbindung zur Bank. Strata bekommt keine Zugangsdaten und ruft nichts selbst ab. Sie entscheiden, welche Exporte es sieht.
  • Kategorien von Hand ändern. Eine falsch eingeordnete Buchung lässt sich nicht umsortieren. Für individuelle Auswertungen ist das eine Einschränkung.

Mit Ihren eigenen Kontoauszügen ausprobieren

Die Seite öffnet mit dem erfundenen Beispiel, bis Sie eigene Dateien wählen – ohne Konto und ohne Registrierung.